Bei Schlupfwarzen handelt es sich um nach innengerichtete Brustwarzen.
Besonders Frauen leiden darunter und fühlen sich nicht selten unsicher.
Mangelndes Selbstbewusstsein, aber auch körperliche Beeinträchtigungen
wie eine verminderte Stillfähigkeit können die Folge sein, da sie durch
ein zu kurzes Milchgangsystem verursacht werden. Unabhängig davon
welches Verfahren gewählt wird.
Die Operationsverfahren
Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene operative Techniken zur
Korrektur von Schlupfwarzen: bei der einen wird versucht die Milchgänge
zu schonen, bei der anderen werden die Milchgänge durchtrennt.
Schlupfwarzenkorrektur mit Schonung der Milchgänge: Es erfolgt einer
kleinen Schnitt an der Basis der Brustwarze auf dem Warzenhof. Das
Brustwarzengewebe wird dann von der Brustdrüse angehoben und nach außen
gezogen, es bleibt aber noch mit der Brustdrüse verbunden. In dieser
Position wird es dann mit mehreren Nähten eingenäht. Aufgrund der
Kreisform der Narbe wird die Narbenschrumpfung dazu beitragen, dass die
die Brustwarze nicht wieder eingezogen wird.
Schlupfwarzenkorrektur mit Durchtrennung der Milchgänge: Diese
Verfahren wird wesentlich häufiger verwendet. In unserer
Klinikversuchen wir zunächst das Operationsergebnis mit einer
minimal-invasiven Technik zu erreichen. Das bedeutet, dass wir statt
dem üblichen Schnitt mit dem Skalpell, mit einer großen Nadel über
einen, maximal zwei Einstiche die verkürzten Milchgänge in der Tiefe
durchtrennen. Falls dies nicht ausreicht erfolgt ein kleiner Schnitt.
Anschließend wird die neue Position der Brustwarze durch eine spezielle
Naht- und Verbandtechnik fixiert.
Erfolgsaussichten
Bei entsprechender Indikation und der Anwendung des auf Sie
abgestimmten Operationsverfahrens kann eine Korrektur von Schlupfwarzen
zu einem schönen und natürlich wirkenden Aussehen der Brustwarzen
verhelfen.
Der operative Eingriff
Sie erhalten eine lokale Betäubung der Brustwarze und einen venösen
Zugang für das Beruhigungsmittel. Nach der Neuformung der Brustwarze
und der Hautnaht wird Ihnen ein kleiner Verband angelegt, der ca. 14
Tage belassen werden sollte. Er stabilisiert die neue Form der
Brustwarze.
Die Zeit nach der Operation
Unmittelbar nach dem Eingriff fühlen Sie sich schläfrig. Schmerzen
treten zu diesem Zeitpunkt meist nicht auf. Mitunter mäßig auftretende
Schmerzen können mit Schmerztabletten oder Zäpfchen bekämpft werden.
Sobald Sie sich gut und fit fühlen dürfen Sie die Klinik wieder
verlassen. Nach der Gabe eines Beruhigungsmittels dürfen Sie für 24
Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, sie sollten sich also in
jedem Fall abholen lassen bzw. mit einem Taxi oder öffentlichen
Verkehrsmitteln nach Hause fahren.
Eingriffsspezifische Risiken
Als spezielle Risiken gelten bei diesen Eingriffen Infektionen und
Wundheilungsstörungen, verbreiterte Narbenbildung / Narbenwucherung
(Keloid), Nachblutungen mit Blutergüssen sowie vorübergehende
Gefühlsstörungen im Operationsgebiet. Weiterhin kann es bei allen
genannten Verfahren zur Störungen des Milchflusses kommen. Diskrete
Asymmetrien sind meist schon vor der Operation vorhanden.
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