Brustreduktion beim Mann
Was versteht man unter Gynäkomastie?
Die Gynäkomastie ist die Brustbildung beim Mann.
Man unterscheidet die echte Gynäkomastie von der Pseudogynäkomastie.
Unter echter Gynäkomastie versteht man die Ausbildung von Brustdrüsengewebe beim Mann. Es kann Folge einer Hormonstörung oder einer genetischen Veranlagung sein.
Fettleibigkeit, Drogen, Alkohol oder Medikamente können jedoch auch eine Vergrößerung der Brustdrüsen bewirken. Hier sind die Erstellung eines Hormonstatus und eine Klärung der Vorgeschichte wichtig.
Die Pseudogynäkomastie dagegen ist eine reine Fettgewebevermehrung der männlichen Brust. Auch hier sind am ehesten genetische Faktoren die Ursache.
Wie kann die Gynäkomastie behandelt werden?
Erfolgsaussichten
Der ideale Patient für eine Liposuktion der Brust ist von überwiegend schlankem Körperbau, besitzt lediglich eine umschriebene Fettansammlung und weist eine überwiegend straffe Hautoberfläche auf. Sind diese Kriterien erfüllt, können dauerhafte und schöne kosmetische Ergebnisse erzielt werden. Um dies zu gewährleisten, wird dieser Eingriff in unserer Klinik von einem Facharzt für plastische Chirurgie durchgeführt.
Generell adipösen Patienten bzw. Personen mit bereits erschlaffter Haut kann durch diese Verfahren nur bedingt geholfen werden.
Die örtliche Betäubung (Tumeszenz-Lokalanästhesie)
Der Eingriff in Vollnarkose
Die Saug-Assistierende-Fettabsaugung (SAL)
Das Resultat
Zu bemerken ist, dass alle Fettzellen, die abgesaugt wurden, nicht mehr nachwachsen oder neu gebildet werden, da die Fettzellstruktur zerstört wurde. Das bedeutet, dass die durch die Fettabsaugung erzielte Körperform beständig ist. Infolge der Fettabsaugung verändert sich auch der Hautzustand in der operierten Körperregion. Bei guter Ausgangsvoraussetzung wird durch den „Shrinking-Effekt“ (s.o.) ein Zusammenziehen der überschüssigen Haut nach der Fettabsaugung erzielt. In den ersten Wochen kann die Haut etwas faltig sein, glättet sich jedoch je nach Ausgangsbefund in der Folgezeit.
Der erste Kontakt
In diesem Gespräch sollten Sie uns über ggf. vorhandene Erkrankungen unterrichten (z.B. Gefäßerkrankungen, Herz-/Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen, Bluterkrankungen, Erkrankungen innerer Organe). Ebenso sollten Sie uns in jedem Fall auf vorhandene Allergien (beispielsweise gegen Pflaster, Arzneimittel und Salben) und auf regelmäßige Medikamenteneinnahmen hinweisen.
Risiken und Komplikationen
Als spezielle Risiken gelten bei diesen Eingriffen allergische Reaktionen, Fettembolien, Infektionen und Wundheilungsstörungen, Hautkonturunregelmäßigkeiten mit Dellenbildung, übermäßige Narbenbildungen, Nachblutungen mit Blutergüssen sowie Gefühlsstörungen im Operationsgebiet. Sie werden in Verbindung mit der Tumeszenz-Technik weltweit jedoch selten beobachtet.
Schwellung, oberflächliche Blutergüsse und ein vorübergehendes Taubheitsgefühl der Haut ist bei diesen Eingriffen normal. Über all diese möglichen Risiken werden Sie jedoch in unserem Erst- und Zweitgespräch ausführlich aufgeklärt.
Vor der Operation
Bei Eingriffen in Allgemeinnarkose werden Sie vor dem operativen Eingriff dem Narkosefacharzt unserer Klinik vorgestellt und von ihm eingehend befragt und untersucht.
Einige Tage vor dem Eingriff wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Bei weiter Anreise kann dies auch durch den Hausarzt erfolgen. Die Werte sollen Auskunft über den Zustand Ihrer Organe, Ihre Stoffwechselsituation bzw. Ihren Blutstatus geben. Unter Umständen ist eine Röntgenuntersuchung Ihrer Lunge bzw. eine EKG-Untersuchung notwendig. Diese Untersuchungen sollen die Narkosefähigkeit belegen und diesbezügliche Komplikationen vermeiden.
Ca. zwei bis drei Wochen vor der Operation sollten Sie auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, die eine Blutverdünnung bewirken, da unter diesen Umständen das Risiko einer Nachblutung deutlich erhöht ist (Aspirin etc.). Zudem möchten wir Sie bitten, ebenso in diesem Zeitraum auf Nikotin, Schlafmittel und Alkohol zu verzichten.
Der Tag der Operation
Nach der Hautdesinfektion werden bei örtlicher Betäubung zunächst die Stellen, an denen die Hautschnitte angelegt werden betäubt. Anschließend wird bei beiden Verfahren die Tumeszenz-Lösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Dieser Vorgang ist äußerst schmerzarm. Nach einer Einwirkzeit, die auch bei einem in Vollnarkose durchgeführten Eingriff beachtet wird, beginnt die eigentliche Fettabsaugung, wobei die Absaugkanüle/sonde langsam im Fettgewebe hin und her bewegt wird. Am Ende der Operation werden die kleinen Hautschnitte mit einer Naht verschlossen und das Kompressionsmieder angelegt.
Aufgrund der Tumeszenzlösung werden die betroffenen Hautareale noch einige Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachläßt, können leichte Schmerzen und Missempfindungen, wie bei einem Muskelkater auftreten, die Sie im Bedarfsfall mit Paracetamol mindern können.
Wegen der Gefahr von Nachblutungen sollten Sie eine Woche vor und zwei Wochen nach dem Eingriff kein Aspirin (Acetylsalicylsäure) einnehmen!
Nach der Operation in Vollnarkose sollten Sie eine Nacht unter unserer Aufsicht in der Klinik am Rosental verbringen. Nach einer in Lokalanästhesie empfehlen können Sie die Klinik nach einer angemessenen Erholungsphase, in Begleitung einer weiteren Person, am OP-Tag wieder verlassen. Da es unter Umständen zu Kreislaufstörungen kommen kann dürfen Sie unter keinen Umständen am Steuer eines Autos nach Hause oder ins Hotel fahren.
Es ist ratsam, sich am Operationstag bequem zu kleiden, da Sie durch die Tumeszenz-Lösung, die postoperative Schwellung und die Kompressionsmieder zunächst etwas dicker sind als sonst. Da etwas an Tumeszenz-Lösung in den ersten 24 Stunden als rosafarbene Flüssigkeit aus den kleinen Hautschnitten herauslaufen kann, sollten Sie Kleidung tragen, die gut auswaschbar ist.
Die Zeit nach der Operation
Bei Eingriffen in Vollnarkose fühlen Sie sich unmittelbar nach der Operation noch schläfrig. Mit dem Essen und Trinken müssen Sie dann noch 3 – 6 Stunden warten. Nach dieser Zeit werden Sie sich kräftiger und ausgeruhter fühlen.
Das Kompressionsmieder hat den Zweck, die Wundflächen zu komprimieren, damit sich im abgesaugten Gebiet keine Flüssigkeit ansammelt und die Hautunterseite gut verheilt.
Die Kompressionswäsche muß mindestens 6 Wochen lang getragen werden (Tag und Nacht).
In der ersten Woche darf die Kompressionswäsche selbst zum Duschen nicht abgelegt werden. Nach dem Duschen kann sie problemlos mit einem Fön getrocknet werden. Es ist ratsam und angenehm, die Hose / das Mieder nach den 6 Wochen noch 2 Wochen nachts sowie für einige Zeit beim Sport zu tragen. Da eine Verschmutzung des Mieders unvermeidlich ist, sollten Sie wissen, dass sich das Mieder am besten nach Einweichen in kalter (Koch-) Salzlösung waschen läßt. Die Kompressionswäsche muß meist im Laufe der Wochen ein- bis mehrmals abgenäht werden.
Nach einer Woche können Sie die abgesaugten Stellen mit der flachen Hand leicht massieren und die Haut mit rückfettenden oder feuchtigkeitsspendenden Hautlotionen in der Heilung unterstützen.
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