Nach der OP/Behandlung: Genesungstipps

Aloe Vera BlattHier haben wir für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen sollen, die erste Phase nach einer Operation etwas beruhigter zu überstehen.

Schmerzen

Nach der Operation kommt es in unterschiedlichem Ausmaß zu Beschwerden. Schmerzen – wie starker Muskelkater oder auch Schmerzen auf nur einer Körperseite – sind nichts Ungewöhnliches. Meist reicht zur Behandlung dieser Schmerzen ein reguläres Schmerz-mittel, z.B. Ibuprofen oder Voltaren, aus. Aspirin, ASS und ähnliche Präparate sollten Sie wegen der blutverdünnenden Wirkung vermeiden. Sollten Sie deutliche Verhärtungen in dem Bereich, der stark schmerzt, bemerken, rufen Sie uns bitte an!

Schwellung

Eine Schwellung im Operationsgebiet ist in den ersten zwei Wochen normal. Das Ausmaß der Schwellung kann sehr unterschiedlich ausfallen. Im Gesichtsbereich und der Brust kann durch Kühlung eine Besserung bewirkt werden. An Bauch und Beinen kann nach Fettabsaugungen in manchen Fällen eine Lymphdrainage notwendig werden. Diese sollte ca. 10 Tage nach der Operation beginnen. Sprechen Sie uns hierauf an!

Bluterguss

Blutergüsse bilden sich in der Regel innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Operation, sie können aber auch mit Verzögerung von einigen Tagen auftreten. Die Blutergüsse bilden sich in der Regel nach einigen Tagen von allein zurück. Manchmal dauert es auch bis zu zwei Wochen. Die Rückbildung von Blutergüssen kann durch die Einnahme von Arnica-Globuli beschleunigt werden. Diese erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Duschen

In der Regel darf nach 7 Tagen das erste Mal kurz Wasser über eine Narbe laufen. PH-neutrales Duschbad ist vorteilhaft. Vorher sollte die Narbe höchstens feucht abgetupft werden. Eine Ausnahme besteht bei der Fettabsaugung, da es sich hier um sehr kleine Narben handelt. In diesem Fall dürfen Sie nach 4 Tagen mit dem Mieder duschen. Dieses dann einfach abtrocknen und trocken fönen.

Desinfektion

Narben am Körperstamm (Brust, Bauch) und an den Armen und Beinen sollten bis zur Entfernung der Fäden alle zwei Tage mit einer alkoholischen Hautdesinfektionslösung abgetupft oder eingesprüht werden. Danach sollten die Narben mit unsterilen Kompressen oder Pflastern wieder abgedeckt werden. Sämtliche Produkte erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Pflaster

Kleine braune Klammerpflaster an den Augenlidern sollten für 6 Tage verbleiben, ebenso wie Tape- und Stützpflaster seitlich an der Brust oder den Augen.
Normale Wundpflaster sollten alle zwei Tage gewechselt werden. Im Allgemeinen gilt, dass Pflaster möglichst kurz benutzt werden sollten, da sie Hautreizungen verursachen können. Daher gilt, bei empfindlicher Haut im Falle von Juckreiz oder Nässen: Pflaster schnellst-möglich entfernen! Immer wenn es möglich ist, sollten Narben mit weichen Kompressen abgedeckt und mit dem Mieder fixiert werden.

Fadenzug

Für das Entfernen der Fäden gelten unterschiedliche Zeiten. An den Augenlidern und bei Fettabsaugung nach 6 bis 7 Tagen, Klammern und Fäden im behaarten Kopfbereich nach einer Gesichtsstraffung nach 12 Tagen. Nach Straffungsoperationen an Brust, Bauch, Armen und Beinen erfolgt der Fadenzug nach 17 bis 18 Tagen.

Mieder

Mieder dienen der Kompression nach Fettabsaugungen bzw. dem Halt nach Brustoperationen oder Bauchdeckenstraffungen. Sie sollten in der Regel für insgesamt 6 Wochen und rund um die Uhr getragen werden. Zum Waschen der Mieder und beim Duschen dürfen sie selbstverständlich abgelegt werden. Einzige Ausnahme ist das Duschen nach einer Fettabsaugung. Hier sollte das Mieder bis zum Fadenzug nach 6 bis 7 Tagen auch beim Duschen getragen werden. Zu beachten ist ebenfalls, dass nach Fettabsaugungen das Mieder stets sehr eng anliegen soll, um Ansammlungen von Wundflüssigkeit im Gewebe zu vermeiden. Diese Flüssigkeit würde wiederum eine Gewebeproduktion mit nachfolgender Einlagerung von Fettzellen hervorrufen. Deshalb sollten Sie das Mieder ca. 2 x während der 6 Wochen abnähen lassen. Sprechen Sie uns hierfür gern an.

Narben

Bis zum Fadenzug brauchen die Narben vor allem Ruhe und Sauberkeit. Eine Narbenbehandlung sollte erst nach dem Fadenzug beginnen.
Am Anfang sollte eine Zugbelastung verhindert werden, da es sonst zur Narbenverbreiterung kommen kann. Hier hilft vor allem die Entlastung durch das Tragen der Mieder. Ab dem Tag nach dem Fadenzug kann mit der Narbenbehandlung begonnen werden. Wir empfehlen hier eine propolishaltige Narbencreme, die insbesondere auch für Patienten mit empfindlicher Haut geeignet ist. Hautreizungen sind hier nicht beobachtet worden. Diese können Sie nach dem Fadenzug in unserer Klinik erwerben. Die Narben sollten vorsichtig mit der Creme massiert werden.
Meist ist die Rötung und Schwellung der Narben nach 6 Wochen am stärksten. Wichtig ist, dass Sie, solange die Narbe noch gerötet ist (ca. 9 Monate), direktes Sonnenlicht, Solarium und sonstige UV-Strahlen vermeiden. Sie sollten die Narben solange mit Stoff oder einem starken Sonnenblocker abdecken. Insgesamt müssen Sie mit Ihren Narben etwas Geduld haben, da es gelegentlich über ein Jahr dauern kann, bis die Narbe vollständig ausgereift ist.

Sport, Sauna, Solarium

Diese 3 Dinge sollten Sie für die ersten 6 Wochen absolut meiden! Normale körperliche Aktivität ist erlaubt, allerdings sollte der Kreislauf nicht zu sehr aktiviert werden, da hierdurch im Operationsgebiet eine vermehrte und anhaltende Schwellungsneigung auftreten kann. Dabei kann es zu negativen Folgen für das Operationsergebnis kommen. Das Gleiche gilt auch für den Saunabesuch.

Rauchen und Alkohol nach der OP

Rauchen erhöht zum einen die Menge an Kohlenmonoxid und Nikotin im Blut und verringert den Sauerstoffgehalt im Körper. Sauerstoff ist für die Wundheilung ein entscheidender Faktor. Weniger Sauerstoff kann zu einer langsameren Wundheilung führen und begünstigt Komplikationen während des Genesungsprozesses. Zum anderen führt Rauchen zu einer Gefäßverengung. Blutdruck und Puls werden durch Nikotin erhöht, sodass Herz und Kreislauf, die ohnehin durch die Narkose und Operation bereits geschwächt sind, weiteren Belastungen ausgesetzt werden. Plötzliches Erbrechen ist daher nicht selten. Beim Konsumieren von Alkohol steigt die Gefahr auf Blutungen, Herzrhythmusstörungen und Infektionen. Zudem wirkt sich auch Alkohol negativ auf die Blutgerinnung aus. Sowohl Rauchen als auch Alkohol sollten nach der Operation zwischen 7 und 14 Tagen vermieden werden.

Unsere Genesungstipps für die Zeit nach der Operation finden Sie hier als übersichtlichen PDF-Download.

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